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15.04.2015

Dialog Extrem: Miete und andere Missverständnisse

Dialog Extrem: Miete und andere Missverständnisse
Dialog Extrem: Miete und andere Missverständnisse
Dialog Extrem: Miete und andere Missverständnisse

Bildrechte und -herkunft: Institut für alle Fragen und Antworten

Am 15. April 2015 habe ich an der Veranstaltung »Dialog Extrem: Miete und andere Missverständnisse« teilgenommen.

Der Anlass: Etwa 85% der Berliner*innen leben in Mietwohnungen. Die stark gestiegene Nachfrage der letzten Jahre macht sich auf dem Berliner Wohnungsmarkt unter anderem durch rasant steigende Mieten deutlich bemerkbar. Die Politik versucht, dieser Entwicklung mit neuen Steuerungsmechanismen entgegenzuwirken, die Immobilienwirtschaft boomt, und die Zivilgesellschaft bereitet einen Volksentscheid zur »Neustrukturierung des Berliner Wohnungsmarktes« vor (zur Website).

Als Beitrag zur intensiven Debatte um bezahlbaren Wohn- und Arbeitsraum in Berlin sollten die aktuellen politischen Fragestellungen öffentlich gemacht und diskutiert werden. Dabei waren neben der politischen und fachlichen Öffentlichkeit insbesondere die Bürger*innen angesprochen, die Diskussion um ein »bezahlbares Berlin für alle« tatsächlich auch »für alle« zu führen.

Die Diskussionsveranstaltung verband über erzählerische Formate die Diversität verfügbaren Wissens und Positionen. An 40 Tischen saßen dabei geladene Expert*innen, die für 25-minütige, persönliche Tischgespräche zu unterschiedlichsten Aspekten des Themas »Miete in Berlin« gebucht werden konnten. Dabei waren die Grenzen zwischen Expert*innen und Publikum fließend.

Weitere Informationen über die Veranstaltung finden Sie hier.
Ein Audioarchiv der Veranstaltung wird hier aufgebaut.

Die Veranstaltung Dialog Extrem war eine Zusammenarbeit des Instituts für alle Fragen und Antworten mit dem Verein openBerlin e.V.

Das Institut für alle Fragen und Antworten an der TU Berlin (zur Website) versammelt Mitglieder aus den Bereich Städtebau, Architektur, Geografie, Soziologie und Design und besteht aus einem Kernteam von 13 aktiven Mitarbeiter*innen. Schwerpunktthema ist die alternative Lehre im Bezug auf den urbanen Raum, zivilgesellschaftliche Stadtentwicklung, Teilhabe und Politik.

Der Verein openBerlin e.V. betreibt das gleichnamige Online-Portal openberlin.org. Die Plattform unterstützt partizipative Projekte, fördert die Vernetzung und den Wissensaustausch unterschiedlicher Initiativen zu stadtrelevanten Themen und stellt eine direkte Verbindung zwischen Zivilgesellschaft und Stadtentwicklungspolitik her. Der Verein openBerlin e.V. wurde im März 2012 gegründet und agiert interdisziplinär an der Schnittstelle von Stadtentwicklung, Soziologie und Geografie. Er versteht sich als Dachorganisation für diverse stadtaktivistische Akteure und kann dadurch fortwährend in neuen Kooperationen und Partnerschaften Themen anstoßen, Ideen kreieren und Projekte initiieren. Der Verein arbeitet eng mit dem Lehrstuhl für Städtebau und Urbanisierung – Chair for Urban Design and Urbanization (zur Website mit weiteren Informationen u.a. auch zu Dialog Extrem) – an der TU Berlin zusammen, ist Teilnehmer am Runden Tisch zur Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik im Berliner Abgeordnetenhaus und betreibt den Berliner Leerstandsmelder (zur Website).

In vielen Städten suchen Menschen bezahlbare Wohnungen und Arbeitsräume. Gleichzeitig stehen unzählige Flächen leer – ob alt oder neu, ob Wohn- oder Gewerberäume, ob zentral oder außerhalb gelegen, ob privat oder in städtischer Hand. Doch einen Überblick darüber gibt es nicht.

Mit dem Leerstandsmelder lassen sich Informationen dazu sammeln und austauschen. Leerstände können auf der Leerstandskarte von allen Nutzer*innen direkt und unkompliziert eingetragen werden. Dadurch entsteht nach und nach ein kollektiver und frei zugänglicher Daten- und Raumpool, unabhängig von städtischen Informationskanälen. Darüber hinaus können registrierte Nutzer*innen des Leerstandsmelders Informationen zu den leerstehenden Gebäuden und Ideen zum konstruktiven Umgang mit ihnen austauschen.