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28.05.2013

Fraktion DIE LINKE fordert eine neue Planung für den Alexanderplatz

Die Fraktion DIE LINKE hat einen Antrag ins Abgeordnetenhaus eingebracht, mit dem die Bebauungspläne für den Alexanderplatz geändert werden sollen.

Im ursprünglichen Gesamtplan von 1999, der auf einen Wettbewerb aus dem Jahr 1993 zurückgeht, sollten am Alexanderplatz 10 Hochhäuser mit 150 Metern Bauhöhe errichtet werden. Diese Pläne ließen sich nicht realisieren, weil sich keine Investoren fanden. Mit der Absicht eines Investors, nun eines dieser Hochhäuser zu errichten, ist die Debatte um die Alexanderplatz-Planung neu entbrannt.

Es ist an der Zeit, dass der Senat die Planungen für den Alexanderplatz grundlegend überprüft. Da die gesetzlichen und vertraglichen Fristen für die bisherigen Planungen abgelaufen sind, können die Eigentümer keine Entschädigungsansprüche stellen  ein guter Zeitpunkt, um die Planungen zu ändern.

DIE LINKE fordert, auf einige Hochhausstandorte aus stadtgestalterischen Gründen unbedingt zu verzichten. Die geplanten Hochhäuser, die unmittelbar die Sicht auf den Fernsehturm verstellen würden, sollen entfallen. Der Fernsehturm ist ein markantes Wahrzeichen der Stadt im Blickpunkt wichtiger städtischer Achsen, z.B. der Karl-Marx-Allee oder der Oranienburger Straße, das durch falsch platzierte und zu hohe Gebäude nicht visuell entwertet werden darf.

Auch wir können uns neue (weniger hohe) Hochhäuser vorstellen, wenn sie städtebaulich und architektonisch den jetzigen Stadtraum verbessern helfen. Das gilt z.B. für den Kreuzungsbereich Alexanderstraße/Karl-Marx-Allee/Otto-Braun-Straße. Dort sollen städtebauliche Gutachten und anschließend Wettbewerbe eine hohe städtebauliche Qualität sicherstellen. Denn die benachbarten Hochhäuser, die wie das Haus des Lehrers und das Haus des Reisens Zeugnisse des DDR-Städtebaus sind, sollen erhalten, revitalisiert und in ihrer Wirkung nicht beeinträchtigt werden. Das Hotelgebäude soll das zweithöchste Gebäude nach dem Fernsehturm bleiben. In dessen Nachbarschaft und bei der vorhandenen Umbauung halten wir Ergänzungen und Verbesserungen für wünschenswert.

Der Alexanderplatz ist und bleibt einer der wichtigsten Stadtplätze Berlins. Dem soll durch eine neue Planung Rechnung getragen werden und dafür wollen wir mit unserem parlamentarischen Antrag einen konkreten Denkanstoß geben.

Das Faltblatt »Alex braucht neues Denken« finden Sie hier zum Download.